Kustom Life Magazine #15

Kustom Life Magazine #15

Erscheint am 30.01.2018
1931 Opel Hot Rod
1964 Triumph Moon Machine
Howard Gribble Lowrider History

News

KUSTOM LIFE MAGAZINE #5

WAS FUR WIE VIEL?

Immer wieder kommt bei Neueinsteigern und Szenenbeobachtern der Wunsch nach einem eigenen Fahrzeug auf. Aus diesem Wunsch heraus tastet man sich langsam heran, liest Zeitschriften, durchforstet Internetforen und lauscht interessiert den vermeintlichen Pro s. Nachdem man sich ein erstes Bild darüber gemacht hat, was man nun so fährt und was eher weniger, begibt man sich auf die Suche. Der erste Weg führt dann in der Regel zu den gängigen Internetplattformen, auf denen schließlich auch reichlich angeboten wird. Bei vielen macht sich dann schnell die Ernüchterung breit, denn das als Wunschauto identifizierte 1959 Chevy Impala Cabrio oder den 1932 Ford Roadster gibt es leider nicht für das mühsam zusammengesparte Taschengeld. Selbst im miserablen Zustand sind manche Modelle weit ab von einfacher Erschwinglichkeit. Stattdessen wird man hier also recht schnell vor die Entscheidung gestellt, ob man ewig seinem unerreichbaren Traumziel hinterherhechelt oder ob man zurück in die Realität ndet und sich einfach mal weiter umsieht und dann womöglich feststellt, dass man auch mit einem Fahrzeug einer unbeliebteren Marke, einem nicht so hochgejubelten Modell oder einer anderen Karosserieform sehr viel Spaß haben kann. Je nach nanziellen Möglichkeiten und dem gewünschten Zustand sollte sich für fast jede Preisklasse etwas Passendes finden. Manche Fahrzeuge kosten als Cabrio gut das doppelte als in der Coupé-Version und das Coupé locker das doppelte als der Sedan. Ob berechtigt oder nicht – dieser Tatsache muss man sich stellen.

Der Zustand ist ein ähnlicher Multiplikator. Zustand 1 wird man auf der Straße kaum nden, das sind Museumsfahrzeuge, die besser als neu restauriert wurden. Eine gute 2 ist sozusagen die fahrende 1 – und damit auch sehr teuer. Wer es sich leisten kann, ist hiermit sicher am besten beraten, denn es heißt: einsteigen, fahren und sich erstmal um nichts Sorgen machen. Außen, innen und technisch ist alles bestens. Doch auch jenseits der 2 gibt es bezahlbaren Spaß und Style in Hülle und Fülle. Hier muss man nur genau schauen, was auf der eigenen Prioritätenliste ganz oben steht und sich vergewissern, dass die Folgekosten nicht ausufern. Wir meinen hier keine Fahrzeuge, die komplett restauriert werden müssen, um überhaupt wieder jemals Straßen zu sehen. D. h. wir sprechen hier um Gottes Willen nicht von Rat Rods oder ähnlichem. Diese Art Fahrzeug wird hier im Kustom Life Magazine aus gutem Grunde nicht berücksichtigt. Nein, die Klassiker, denen man das Alter ansieht, ohne dass sie zerstört wurden. Autos, die zwar immer gepflegt wurden, aber eben auch seit Jahrzehnten im Einsatz sind, sodass die Sitze durchgewetzt sind und die Zierleisten die eine oder andere Delle haben. Der Motorenraum blitzt nicht vor lauter Chrom, im Inneren werkelt aber eine solide und zuverlässige Technik. Hier steckt bezahlbares Potenzial.

Nun, nachdem wir hier das Kustom Life Magazine machen und keine pure Oldtimerzeitung mit all den schönen Originalfahrzeugen, kommt zur Frage des reinen Anschaffungspreises auch noch die Tatsache, dass das Umbauen je nach Ausprägung ebenfalls mit einem hohen Betrag zu Buche schlägt. Auch hier gilt es abzuwägen, was man sich – realistisch betrachtet – leisten oder was man selbst umsetzen kann. Hierbei sollte man seine eigenen handwerklichen Fähigkeiten jedoch ganz kritisch einschätzen. Einen Top Chop an einem Ford Model A der 20er-Jahre mag man aufgrund der Kastenform noch mit relativ einfachen Mitteln hinbekommen, bei einem Wagen der frühen 50er-Jahre wird es aufgrund der geschwungenen Karosserien oftmals mehr als schwierig und das Do-it-yourself-Projekt endet dann schnell im optischen Desaster. Zum Glück gibt es aber auch noch eine weitere Option, die man durchaus in Erwägung ziehen sollte: ein milder Umbau. Ein wenig tiefer, andere Felgen, hier und da ein paar Akzente und schon ist der Anfang gemacht, ohne dass man sich gute Freunde in der Kreditabteilung suchen sollte. Klar sind das keine vollen Kustom Cars oder Bikes, aber irgendwo muss jeder im Rahmen seiner individuellen handwerklichen und finanziellen Möglichkeiten ja anfangen.

Genau solche Fahrzeuge versuchen wir euch auch immer wieder vorzustellen – erschwingliche Mild Kustoms mit Style!

Michael Schmidbauer
Chefredakteur Kustom Life Magazine 

Inhalt Kustom Life Magazine Ausgabe 5:

  • The Big Deal - 1950 Chevrolet COE
  • Loser Machine Company - Destroy The Future
  • White Diamond - 1976 Harley Davidson
  • Give Me Candy - 1960 Chevrolet Impala
  • Dirty Harrys Traum
  • Cruising Limousine - 1962 Chevrolet Impala Sport Sedan
  • Big In Japan - Nagoya Speed And Custom Show 2016
  • Darkos Shovelhead Chopper
  • Kolumne Uwe Ehinger: Halbgas ist auch nur der halbe Spaß

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